Verbrechen lohnen sich – zumindest als Videospiel: Das neue Action-Game „Grand Theft Auto V“ hat binnen drei Tagen 1 Milliarde Dollar Umsatz (rund 740 Millionen Euro) eingefahren. Schon am ersten Tag stellte das Spiel mit 800 Millionen Dollar einen Branchenrekord auf (Bericht auf technchili)
Alle Erwartungen übertroffen
Grand Theft Auto V wird von Rockstar North, den Schöpfern der Serie, entwickelt und ist der bisher größte und ambitionierteste Titel der Reihe. Angesiedelt in der ausgedehnten Stadt Los Santos und der umliegenden Region, bietet Grand Theft Auto V eine Spielwelt von beispiellosem Ausmaß und Detailreichtum, die von den Gipfeln der Berge bis zu den Tiefen des Ozeans vor Leben strotzt. Der Spieler kann in „GTA V“ in die Rolle einer der drei Figuren schlüpfen. Die Aufgaben sind breit gestreut, die Freiheiten im Spiel gewaltig. Aufgabe ist es oft, verschiedene Missionen eines Gangster-Bosses zu erledigen und sich zum Beispiel mit Autodiebstählen durch die kriminelle Szene der fiktiven Stadt zu bewegen. Die neuste Version des Action-Games kam vergangenen Montag für die Spielekonsolen Playstation 3 und Xbox 360 in den Handel. Um den erwarteten Ansturm zu bewältigen, hatten viele Läden am ersten Verkaufstag bereits um Mitternacht geöffnet. Die Verkäufe übertrafen noch die bereits optimistischen Analysten-Schätzungen.
Den bisherigen Rekord hielt die jüngste Folge des Ego-Shooters „Call of Duty“, die im vergangenen Herbst am ersten Tag im Handel 500 Millionen Dollar Umsatz eingespielt hatte. Zum Vergleich: „Avatar“, der bisher erfolgreichste Hollywood-Film, der 2009 als spektakulärer 3D-Streifen in die Kinos kam, brauchte 17 Tage, um die Marke von 1 Milliarde Dollar zu knacken. Das sind doch mal gewaltige Zahlen! Die Produktion von „GTA V“ kostete allerdings auch so viel wie die teuersten Hollywood-Blockbuster: Die zu Take-Two gehörende Spieleentwickler Rockstar investierte laut Medienberichten zufolge über 250 Millionen Dollar (Quelle).
Kritik als Auszeichnung
Schon in den vergangenen Jahren wurden die „GTA“-Spiele für Szenen von Gewalt, Kannibalismus und Folter kritisiert. Das Unternehmen nutzte diese Diskussion aber auch geschickt aus, um im Gespräch zu bleiben. Seit dem Start 1996 wurden über 135 Millionen der verschiedenen „GTA“-Spiele verkauft.
Rockstar-Chef Sam Houser wollte als Kind einst Bankräuber werden, schrieb die „Financial Times“. Houser sei mit der „GTA“-Serie zuerst in den 90er Jahren bei der Bertelsmann-Tochter BMG Interactive in Berührung gekommen. Er habe verhindert, dass die Entwicklung des allerersten Spiels wegen ausufernder Kosten abgebrochen wurde. Als Bertelsmann später aus dem Games-Geschäft ausstieg, ging er zur Firma Take-Two, die die „GTA“-Marke gekauft hatte. Ein Glück für alle Spieler und Freunde der Serie.
Mich persönlich begleitet die Serie auch bereits seit dem ersten Teil. Soweit ich mich erinnern kann, war GTA 2 mein erster LAN-Titel und wir haben das Game stundenlang gespielt!
via: onlinekosten.de